Queen Anne`s Revenge


Der um das Jahr 1680 im englischen Bristol geborene Edward Teach, von dem hier die Rede ist, machte unter dem Namen Blackbeard im frühen 18. Jahrhundert vorerst unter Kapitän Benjamin Hornigold, einem zur damaligen Zeit berüchtigten Piraten, die Gewässer der Karibik unsicher. Zwischen 1715 und 1717 blieb fast kein Schiff in diese Gewässern vor ihnen sicher.

So auch die „Concorde“, ein Handelsschiff aus Französisch-Guinea, das ihnen vor der Karibikinsel St. Vincent in die Hände fällt. Der knapp 30 Meter lange Dreimast-Segler ist voll beladen mit Goldbarren, Silber, Edelsteinen sowie Sklaven aus Afrika, ein lohnender Fang. Der 1. Offizier Blackbeard hat sich bewährt und bekommt zur Belohnung sein eigenes Kommando von Hornigold: er darf die „Concorde“ behalten und unter eigenem Kommando auf Beutezug gehen.

Teach lässt sich nicht lange bitten und rüstet den stolzen Segler zu einem der kampfstärksten Schiffe der damaligen Zeit um: die „Queen Anne’s Revenge“ ist geboren. Rund 40 Bordkanonen mit unterschiedlichem Kaliber sollen in späterer Folge vielen Schiffen der Admiralität das Fürchten lehren. Seinen Wirkungskreis hat Blackbeard mittlerweile in die Gewässer von Carolina und Virginia verlegt. Im Örtchen Beaufort in North Carolina hat er eines von vielen Lagern für seine mittlerweile bereits 300 Mann umfassende Freibeuter-Truppe und seine Armada von mehreren kleinen Schiffen aufgeschlagen.

Nach einem brutalen Überfall auf Charleston im Mai 1718, bei denen er mehrere Schiffe geplündert hatte, Geiseln gegen Syphilis-Medikamente getauscht und natürlich auch die Syphilis durch Vergewaltigungen weitergegeben hatte, nahm die „Queen Anne’s Revenge“ Heimatkurs auf und steuerte auf Beaufort zu.

Kurz vor dem Einlaufen im sicheren Hafen, nur einige Minuten Fahrtzeit von der Küste entfernt, lief das Flaggschiff auf einmal auf eine Sandbank auf. Teach gab die Queen Anne`s Revenge auf.