Bunte Kuh


Die Bunte Kuh war eine vermutlich in Flandern gebaute Hansekogge, die als größtes Schiff der hansischen Flotte im Jahre 1401 den Angriff auf den Seeräuber Klaus Störtebeker führte.

Der aus Flandern nach Hamburg gezogene Kaufmann Simon von Utrecht stellte die damals grosse und moderne Kogge der Stadt Hamburg zur Verfügung und wurde dafür als Admiral in die Bürgerschaft aufgenommen. Die Bunte Kuh sollte vor allem den Seehandel mit England und Holland vor Piratenangriffen schützen. Ab dem Jahr 1400 diente sie der Verfolgung und Bekämpfung Störtebekers und Gödeke Michels, die mit mehreren Schiffen den Seehandel in der Nordsee bedrohten. Auf diesen Fahrten wurde die Bunte Kuh kommandiert von Hermann Nienkerken, nicht wie in der Legende oft erzählt vom Eigner Simon von Utrecht.

Störtebeker und seine Seeräuber wurde von der Bunten Kuh zusammen mit einer Flotte bewaffneter Kauffahrteischiffe, Fredekoggen genannt, die von den Hamburger Ratsherren Schocke und Langhe geführt wurden, vor Helgoland gestellt. Die Seeräuber wurden besiegt und auf der Bunten Kuh nach Hamburg transportiert, wo Störtebeker und andere 1401 auf dem Grasbrook vor den Toren der Stadt enthauptet wurden.

Ein Modell der Bunten Kuh hängt heute im Hamburger Ratskeller. In Lübeck, der damaligen Königin der Hanse, gibt es zur Erinnerung einen Stadtteil mit dem Namen Buntekuh. Es gab ein Seebäderschiff namens "Bunte Kuh", das Touristen von Cuxhaven nach Helgoland brachte. 1957 lief es bei der Norderwerft in Hamburg als Schwesterschiff der Wappen von Hamburg vom Stapel und war bis 1963 im Einsatz. Dann wurde es als "Stella Polaris" nach Griechenland verkauft. Ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.